„Besonders besorgniserregend ist die Lesekompetenz von 10- und 15-Jährigen in den deutschsprachigen Ländern, die laut aktuellen Studien nicht den gewünschten Standards entspricht“, berichtete Cornelia Rosebrock den rund 40 Zuhörer:innen in der Kremser Stadtbücherei. Angesichts der wachsenden Präsenz von Bildschirmen im Alltag sei die Fähigkeit unerlässlich, Schriftdokumente verständlich zu verarbeiten, betonte die Literaturwissenschafterin. Rosebrock, die zuletzt als Professorin an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main tätig war, thematisierte die Unterschiede zwischen Lesehaltungen bei Bildschirm- und Buchlektüre und zeigte auf, wie diese Kompetenzen in Familien, Schulen und unter Gleichaltrigen gefördert werden können. Der Vortrag bot wertvolle Anregungen, um die Lesefähigkeiten der jungen Generation zu stärken und sie auf die Anforderungen der modernen Welt vorzubereiten.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „Begegnungen und Gespräche“ in Zusammenarbeit der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Niederösterreich (KPH), der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) und der Stadt Krems statt. „Die Lesekompetenz ist eine Basiskompetenz zur gesellschaftlichen Teilhabe“, betonte KPH-Vizerektor Alexander Weissenbäck. Die KPH versuche bei der Ausbildung künftiger Pädagog:innen daher bestmöglich mit den aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten. AKNÖ-Vizepräsidentin Angela Fischer stellte den Zuhörer:innen die Digitale Bibliothek der Arbeiterkammer vor, die rund um die Uhr und kostenlos E-Books, Hörbücher, Zeitschriften und Sprachkurse für alle Menschen in Niederösterreich bietet. Mit „Polylino“ gibt es Fischer zufolge seit kurzem auch ein Angebot speziell für Kinder und Familien.
Eine Aufzeichnung des Vortrags von Cornelia Rosebrock ist über folgenden Link zu sehen (nur noch bis 10. März):
Foto: Beim Vortrag in der Stadtbücherei Krems: KPH-Mitarbeiter Johannes Petschenig, AKNÖ-Vizepräsidentin Angela Fischer, Referentin Cornelia Rosebrock, Magistrat-Bereichsleiterin Doris Denk und KPH-Vizerektor Alexander Weissenbäck – von links.
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